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Heute gibt es ausnahmsweise mal einen Blog-Beitrag, der sich nicht um’s Reisen dreht. Heute ist nämlich ein ganz besonderer Tag – und zwar ganz offiziell mein letzter Tag in Festanstellung! Ich habe GEKÜNDIGT!

Aber langsam! Was ist passiert?

Hätte mir jemand vor einem Jahr gesagt, das ich Mitte diesen Jahres meinen Job kündige, um selbstständig zu sein, hätte ich ihn definitiv für verrückt erklärt!

Schritt 1 in die Selbstständigkeit: Feuer fangen

Im letzten Jahr ist einfach so irre viel passiert. Im März letzten Jahres habe ich zum ersten mal den Digitale Nomaden (DNX) Podcast gehört. Die Idee ortsunabhängig arbeiten zu können, klang verlockend, aber gleichzeitig für mich unerreichbar. 

Mitte letzten Jahres habe ich – ebenfalls auf dem DNX-Podcast – zum ersten mal  vom Beruf der Virtuellen Assistentin (VA) gehört und davon geträumt selbst eine zu sein. Völlig abwegig zu diesem Zeitpunkt!

Was ist überhaupt eine Virtuelle Assistentin?

Eine Virtuelle Assistentin oder ein Virtueller Assistent übernimmt verschiedenste Aufgaben für unterschiedliche Auftraggeber. Die Aufgaben reichen dabei von Buchhaltung bis Websitebetreuung. Ich z.B. habe mich auf die Bereiche WordPress und Social Media spezialisiert.

Die Besonderheit dabei ist, dass alle Aufgaben online erledigt werden können.

Schritt 2: Das Hamsterrad erkennen!

Je mehr ich mich mit dem Thema Selbstständigkeit und ortsunabhängiges arbeiten beschäftigt habe, desto sinnloser kam mir mein Job vor. Wollte ich wirklich die nächsten 30 Jahre jeden Tag eine Stunde zur Arbeit fahren, anschließend einen langweiligen Job mache, um dann wieder eine Stunde nach Hause zu fahren und abends völlig kaputt zu sein? 

Irgendwie klingt das nicht besonders verlockend, oder? 

Ich habe mich also immer mehr mit dem Thema Selbstständigkeit im Allgemeinen und der Tätigkeit als Virtuelle Assistentin im Besonderen beschäftigt. In dieser Zeit habe ich jede Menge Podcasts gehört. Ein Auswahl habe ich hier für dich zusammengestellt, Aber Vorsicht! Zuviel davon kann lebensverändernd wirken ; )

Schritt 3 auf meinem Weg zur Virtuellen Assistentin: TUN statt jammern!

Ich wurde immer unzufriedener mit meinem Job. Ich mag ja Leute nicht, die die ganze Zeit rumjammern, aber nichts an ihrer Situation ändern. Tja, genau damit habe ich aber angefangen – Ich habe allen erzählt wie doof mein Job ist und wurde von Tag zu Tag unzufriedener. Um es mit Tobi Becks Worten zu sagen: Ich wurde langsam zum Bewohner!

Und irgendwann kam die Erkenntnis: Stopp! Das bin ich nicht! Entweder akzeptiere ich jetzt meine Situation und höre auf zu meckern oder ich ändere etwas!

Und da ich schon immer eher der Macher-Typ war, habe ich Ende letzten Jahres einfach begonnen eine Webseite zu erstellen und Anfang diesen Jahres habe ich mich tatsächlich nebenbei als Virtuelle Assistentin selbstständig gemacht. Die ersten Kunden habe ich zu meiner eigenen Überraschung auch sehr schnell gefunden.

Ziel war es dieses Jahr einmal zu schauen, ob das überhaupt irgendwie klappen kann. Also einfach mal schauen wie es läuft. Nie und nimmer habe ich damit gerechnet Mitte des Jahres meinen Job kündigen zu können.

 

Schritt 4: arbeiten, arbeiten, arbeiten! 

Aber nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht – das letzte halbe Jahr war kein Spaziergang, sondern harte Arbeit! Kind, Job und Selbstständigkeit  – da blieb kaum Zeit für irgendetwas anderes. Morgens aus dem Haus, am späten Nachmittag nach Hause kommen, anschließend Zeit mit meinem Sohn verbringen und wenn er endlich geschlafen hat, an der Selbstständigkeit arbeiten. Auch viele Wochenenden habe ich durchgearbeitet. Ich habe für Kunden gearbeitet und mich nebenbei viel weitergebildet.

Aber es hat sich definitiv gelohnt! 

Schritt 5: Anlauf nehmen und springen

Und irgendwann kam der Moment, wo ich mich entscheiden musste. Dauerhaft zwei Jobs nachgehen, funktioniert einfach nicht. Also die Selbstständigkeit wagen!? 

Oder doch lieber in der bequemen Festanstellung bleiben? Vielleicht gewöhnt man sich ja irgendwann doch daran – es gibt schließlich Millionen Leute, die das auch schaffen.. 

Variante zwei kam für mich nicht in Frage ; ) Schon gar nicht jetzt, wo ich die Gewissheit habe, dass ich mit etwas, das mir unglaublich viel Spaß macht, Geld verdienen kann. Also habe ich die logische Konsequenz gezogen und meine Kündigung eingereicht. Was für eine Erleichterung!

 

Was sagen die Leute!?

Wir machen uns ja häufig Gedanken darüber, was „die Leute“ wohl sagen und denken. Ich auch!

Was denken die von mir? Und vor allem: Wie stehe ich da, wenn es doch nicht klappt!? Dann kommen die ganzen “Siehste!”-Sager aus der Ecke.  Das wäre unangenehm! Aber andererseits möchte ich mir nicht irgendwann vorwerfen, es gar nicht erst versucht zu haben. Denn was kann im schlimmsten Fall passieren? Im schlimmsten Fall suche ich mir wieder eine Festanstellung – es wäre also nicht schlimmer als jetzt ; )

Insgesamt waren die Reaktionen aber doch überraschend positiv! Natürlich waren einige Leute sehr besorgt, ob das denn so die richtige Entscheidung ist.. eieiei!  Und natürlich wurde mir auch unterstellt, ich sei verrückt! Büdde!?  Nagut, verrückt bin ich vielleicht wirklich ein bisschen – aber das gehört doch dazu ;P

Allerdings wäre es deutlich verrückter noch über 30 Jahre in einem Job zu arbeiten, auf den man eigentlich keine Lust hat, oder!?

 

Wie geht es jetzt weiter?

Puh.. ich könnte jetzt als Digitaler Nomade um die Welt ziehen..

Den Winter in in Bali, Thailand oder wenigstens Portugal verbringen. Aber nein, wir bleiben, wo wir sind! Mein Sohn ist ja gerade in die Schule gekommen. Was wir aber zukünftig machen werden, ist die Ferien viel besser zu nutzen, denn jetzt bin ich ja nicht mehr an 30 Tage Jahresurlaub gebunden und kann außerdem von unterwegs arbeiten.

Und ehrlich.. Im VW-Bus sitzen, den Laptop aufzuklappen und zu arbeiten, fühlt sich so verdammt genial an!

Ahoi!

Anja

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