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Aus dreiw√∂chigen Urlaubs-Roadtrips, zahlreichen Kurzurlauben und Wochenend-Touren ist jetzt tats√§chlich eine l√§ngere Reise geworden. Seit mittlerweile 2 Monaten leben mein Sohn und ich das ‚ÄěVanlife‚Äú. Geplant ist ein 6-monatiger Trip durch Portugal und Spanien.

Vanlife in Portugal

Jetzt endlich nach 2 Monaten gibt es mal einen kleinen Einblick wie der Aufbruch war, wie das Leben unterwegs so ist und wie es √ľberhaupt soweit kommen konnte ūüėČ

Langzeit-Urlaub – was ist mit der Wohnung?

Der Plan Anfang diesen Jahres aufzubrechen und ein halbes Jahr mit dem VW-Bus in Portugal und Spanien zu verbringen ist relativ kurzfristig entstanden. Und wie das bei so einer langen Reise ist, musste auch ich mich entscheiden, was ich während dieser Zeit mit meiner Wohnung machen möchte. Leer stehen lassen? Untervermieten? Oder Auflösen?

Ich habe mich f√ľr AUFL√ĖSEN entschieden, denn mit meiner Wohnung war ich schon l√§nger unzufrieden. Die Wohnungsk√ľndigung fiel mir also nicht besonders schwer. Dennoch ist es ein merkw√ľrdiges und etwas be√§ngstigendes Gef√ľhl, wenn man die Best√§tigung der K√ľndigung in den H√§nden h√§lt und eben keine zuk√ľnftige neue Wohnung hat.

Viel zu tun..

Ehrlich gesagt, dachte ich zwischendurch immer wieder, dass ich bis zur geplanten Abreise nicht alles geregelt bekommen. Gef√ľhlt war es zwischendurch ein nicht bezwingbarer Berg an Arbeit. 

Besonders das Aufl√∂sen unserer Wohnung wollte gef√ľhlt kein Ende nehmen. Da sortiert man aus, packt ein, verkauft und irgendwie scheint es nicht weniger zu werden.

F√ľr den Rest, der dann noch √ľbrig war, habe ich eine Lagerbox angemietet. Bis zum offiziellen ‚ÄěEinzugstag‚Äú in die Lagerbox war dann tats√§chlich alles irgendwie geschafft und die Wohnung einigerma√üen leer. Leider stellte sich heraus, dass da doch mehr √ľbrig war als ich gedacht h√§tte und die gemietete Box definitiv nicht ausreichen w√ľrde.

Ganz verzweifelt bin ich also ins Lagerbox-B√ľro gelaufen und habe vorsichtig nachgefragt, ob vielleicht noch eine gr√∂√üere Box f√ľr mich √ľbrig ist. Nach dem der Mitarbeiter in den Umzugswagen geschaut hat und ebenfalls zu der √úberzeugung gelangt ist, dass das nicht alles in meine gemietete Box passt, hatte er dann gl√ľcklicherweise spontan noch eine gr√∂√üere f√ľr mich. Diese ist jetzt √ľbrigens total voll. *hust* .

Vanlife – Ist das auf Dauer nicht nervig?

Vanlife im VW-Bus

Man h√∂rt und sieht so viel vom sogenannenten Vanlife. Aber ist das, was f√ľr ein Wochenende oder einen 3 w√∂chigen Urlaub cool ist, auch l√§ngerfristig so genial?

Genau diese Frage habe ich mir vorher gestellt. Ich hatte ehrlich gesagt etwas Sorge, dass uns die Decke auf den Kopf fallen könnte. Dass es vielleicht langweilig wird oder der wenige Platz einfach nur nervt.

Nach mittlerweile 2 Monaten on the road und im Bulli sind meine Sorgen allerdings verflogen. Wir sind viel in der Natur unterwegs. Genie√üen jeden Tag den Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang oder beides. Schlendern √ľber Str√§nde, stecken die F√ľ√üe ins Meer, klettern auf Berge und entdecken die Welt. Das alles bei bestem Wetter. Wenn ich so dr√ľber nachdenke, kann ich mein Gl√ľck kaum fassen! ūüôā

Unsere Langzeitreise - Vanlife in Portugal

Wie kannst du dir das leisten?

Vanlife - arbeiten von unterwegs

Ganz einfache Antwort: Ich arbeite und zwar komplett online. Ich hätte nie gedacht, dass es mal soweit kommt, aber im Moment bin ich tatsächlich digitaler Nomade.

Vor ca. einem Jahr habe ich mich nebenbei als Virtuelle Assistentin selbstst√§ndig gemacht. Vor mittlerweile etwas mehr als einem halben Jahr habe ich meinen Beamtenstatus freiwillig abgegeben und bin seitdem Vollzeit selbstst√§ndig.

Mein jetziges B√ľro sieht etwas netter aus als ein herk√∂mmliches Home-Office ;P

Warum der plötzliche Aufbruch?

Die neue Freiheit meiner Selbstst√§ndigkeit wollte ich nutzen, um zum einen nat√ľrlich selbstbestimmter arbeiten zu k√∂nnen, zum anderen aber auch, um endlich dem Gehetze als Alleinerziehende zwischen Kind, Pendelei und Job zu entkommen. Eine Langzeit-Reise war eigentlich nicht geplant.

Wie sich aber herausstellte war der Schritt in die Selbstst√§ndigkeit zu dem Zeitpunkt ein absoluter Gl√ľcksgriff, denn mein Sohn hatte in den letzten Monaten das ein oder andere Problemchen mit der Schule, was mit einer “normalen” Berufst√§tigkeit definitiv nicht unter einen Hut zu bekommen gewesen w√§re. Letztlich spitzte sich die Situation so zu, dass ich beschlossen habe, uns eine Auszeit von Deutschland zu g√∂nnen. 

Dass wir jetzt unterwegs sind, ist also eine Verkettung gl√ľcklicher und ungl√ľcklicher Umst√§nde. ūüėČ

Ahoi

Anja

PS: Wenn du nicht auf den nächsten Blog-Beitrag warten und etwas mehr von unserer Tour sehen möchtest, schau doch mal auf meinem Instagram-Kanal vorbei!

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