Sharing is caring!

Aktualisiert: November 2020

Mittlerweile sind wir seit fast 2 Jahren mit VW-Bus Paul unterwegs. Paul ist neben Wohnzimmer, Ess- und Schlafzimmer auch mein mobiles Büro. Ich arbeite unterwegs selbstständig für unterschiedliche Kunden als Social Media Managerin und Webdesignerin. Um dabei zuverlässig zu sein, brauche ich stabiles Internet und muss natürlich auch sicher stellen, dass ich mein Macbook mit Strom versorgen kann.

Da ich mittlerweile schon öfter gefragt wurde wie genau ich von unterwegs arbeite, gibt es jetzt endlichen einen Beitrag zum Thema.

Wie ich mich selbstständig gemacht habe, kannst du hier nachlesen.

Woher kommt das Internet, um unterwegs arbeiten zu können?

Ohne Internet geht bei meiner Selbstständigkeit gar nichts. Für mich ist es also unglaublich wichtig stabiles und gutes Internet zu haben und das bis auf wenige Ausnahmen wirklich jeden Tag.

Nach vergleichen der verschiedenen Möglichkeiten bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es am günstigsten und einfachsten ist im jeweiligen Land eine SIM-Karte mit Datentarif zu kaufen.

Günstiges mobiles Internet in Portugal, Spanien und Frankreich

Nach einigen Monaten on the road habe ich meine Lieblingsanbieter für Portugal, Spanien und Frankreich gefunden. Hier ein Überblick:

Günstiges Internet in Portugal: NOS – dort bekommt man unbegrenztes Datenvolumen ab 1 EUR pro Tag (z.B. 30 Tage – 30 Euro)

Mehr Infos dazu findest du hier bei comewithus2

Günstiges Internet in Spanien: Simyo – Hier gibt es z.B. 30 GB für 30 EUR

Mehr Infos findest du hier bei kastanienblau

Günstiges Internet in Frankreich: Free – 100GB (für 1 Monat) für 30 EUR

Mehr Infos findest du hier bei Hermann-unterwegs

Ergänzung November 2020:

Nutzung von Roaming mit einem deutschen Mobilfunkanbieter

Seit ca. einem halben Jahr nutze ich während unserer Reisen durch Europa ausschließlich das Datenvolumen meines deutschen Mobilfunkvertrags o2. Pro Monat stehen mir 120 GB High Speed Datenvolumen zur Verfügung (o2-free-l-boost) – danach wird die Geschwindigkeit reduziert. Bisher hat dieses Volumen aber immer ausgereicht. (Kosten abzüglich MwSt ca. 39 EUR/Monat )

Ich nutze dann einfach mein Handy als Hotspot, was wirklich super funktioniert. Wichtig zu wissen ist, dass es eine sogenannte Fair-Use-Policy gibt – dabei behält sich der Mobilfunkanbieter vor, dass Datenvolumen, das außerhalb von Deutschland genutzt werden darf, zu begrenzen. Meine persönliche Erfahrung: Bisher kann ich mein Datenvolumen ohne Nachfragen oder Probleme komplett im EU-Ausland nutzen.

Edit: Seit kurzem nutze ich den unlimited Tarif von o2 (Kostenpunkt 50€ pro Monat) Im Inland ist dieser Tarif wirklich unlimitiert – im EU-Ausland ist er gedeckelt, aber weit (!!) oberhalb der 120GB aus dem 120GB-Vertrag.

Hier geht es direkt zur Übersicht der o2 highspeed Tarife

Mobiles Internet im Campervan – mobiler WLAN Router

Die Sim-Karte könnte man natürlich einfach ins Handy packen und zum Arbeiten am Laptop einen mobilen Hotspot einrichten. Ich finde aber einen mobilen WLAN Router um einiges praktischer – insbesondere, wenn man kein Handy mit 2 Sim-Karten Slots hat.

Wichtig: Achte beim Kauf unbedingt darauf, dass dein WLAN Router 4G fähig ist. Ansonsten bremst er dich immer auf 3G aus und damit lässt sich absolut nicht online arbeiten. Ich habe einen mobilen Router von Huawai*

Braucht man einen Signalverstärker?

Um bestens vorbereitet zu sein hatte ich mir auch einen Signalverstärker* zugelegt. Aber ganz ehrlich: Ich brauche ihn nicht. Das Internet ist unterwegs bisher immer so gut, dass es völlig ohne Signalverstärker klappt. Alternativ hängt man ganz selten in einem Funkloch, aber da hat bisher auch der Signalverstärker nicht geholfen. Beim Testen habe ich bei normalem Empfang auch keine Verbesserung festgestellt – Das kann natürlich auch daran liegen, dass ich irgendetwas falsch gemacht habe 😛Aus meiner Sicht kannst du dir diese Ausgabe also sparen.

Internet auf Reisen: Alternativen zu Sim-Karte und mobilem Router

Eine weitere Möglichkeit unterwegs Internet zu haben, mit der ich mich kurz beschäftigt habe, ist GlocalMe. Dabei handelt es sich um eine Möglichkeit weltweit mit einem Gerät und ohne weitere Sim-Karten kaufen zu müssen, online zu gehen. Man muss lediglich ein GlocalMe Gerät wie dieses kaufen* und kann dann online verschiedene Datenmengen buchen. Die Preise unterscheiden sich dabei je nach Region sind jedoch zumindest für Europa um einiges höher als die günstigsten lokalen Tarife. Wie es in anderen Teilen der Welt aussieht, kann ich nicht sagen, da ich hier die Tarife (noch) nicht verglichen habe.

Auf WLAN auf Campingplätzen oder Stellplätzen solltest du dich übrigens auf keinen Fall verlassen! Neben dem möglichen Problem mit dem Datenschutz sind die Netze einfach immer super langsam oder überhaupt nur an bestimmten Stellen auf den Plätzen verfügbar.

Mobiles Büro – Woher kommt der Strom für das Online arbeiten im Campervan?

Um unterwegs arbeiten zu können, braucht man natürlich auch Strom. Unser VW-Bus Paul hat eine zweite Batterie, die während der Fahrt geladen wird. Wenn wir etwas länger stehen, ist also irgendwann Ende mit Strom.^^

Aus diesem Grund habe ich mir noch ein faltbares Solarpanel mit 110W von solarswiss und den dazugehörigen Laderegler angeschafft. So können wir komplett autark stehen und haben zumindest bei guten Wetter immer genug Strom 🙂

Die kleinen Tücken mit der Stromversorgung

Neue Macbook-Modelle mit einem USB-C Anschluss lassen sich einfach über den 12V Anschluss ohne weiteren Adapter laden. Beachte aber, dass du viele Laptops nicht einfach mit einem USB-Kabel laden kannst, sondern ein Universal-Ladegerät wie dieses benötigst.*

Ein Macbook lässt sich wie gesagt einfach mit einem USB-C Kabel laden. Zu Beginn unserer Reise wollte mein Macbook allerdings trotzdem einfach nicht über den 12V Bordstrom laden, obwohl es vorher definitiv schon funktioniert hatte. Du glaubst nicht, was ich alles getestet und probiert habe, bevor ich festgestellt habe, dass ich einfach nicht das richtige Kabel hatte.

Mein USB-C – Kabel hat zwar mein Handy geladen, aber für meinen Laptop brauchte ich einen USB 3.0 Anschluss. Ich empfehle dir aus Erfahrung übrigens direkt ein Ersatzkabel mitzunehmen. Es ist super ärgerlich, wenn man irgendwo in den Bergen sitzt und plötzlich feststellt, dass das Kabel einfach kaputt gegangen ist 😉

Auch bei den KfZ-Ladegadaptern für den 12V Anschluss habe ich schon einige ausprobiert. Mittlerweile bin ich seit vielen Monaten mit meinem Quick Charge Ladegerät von Anker* super zufrieden. Noch nicht ganz so lang im Test, aber bisher auch super überzeugend ist der Ladeadapter von aceyoon. Vorteil bei diesem ist die LED Spannungsanzeige. Dieser Adapter ist nicht mehr erhältlich, aber dieser hier ist sehr ähnlich*.
(Anmerkung Nov 2020: Beide Geräte sind auch nach mittlerweile fast 2 Jahren noch zuverlässig im Einsatz)

Wie du siehst, ist es tatsächlich von der technischen Seite her nicht besonders schwierig einen Campervan oder ein Wohnmobil als mobiles Büro zu nutzen und von überall aus zu arbeiten.

Ahoi und frohes Schaffen 😉

Anja

Sharing is caring!

shares