Die zwei Tage in England waren schön – aber nun haben wir endlich das eigentliche Ziel unserer Reise erreicht: Schottland. Hier findest du Informationen zu den Kelpies bei Falkirk und einem tollen Schlafplatz am Meer ganz in der Nähe von Edinburgh.
Wer mit dem Camper nach Schottland möchte, hat mehrere Möglichkeiten: Mit der Fähre nach Dover, direkt weiter bis Newcastle oder mit dem Autozug durch den Eurotunnel nach Großbritannien.
Ich habe mir die verschiedenen Möglichkeiten für unsere Schottlandreise genauer angesehen und Kosten, Fahrzeiten und Vor- und Nachteile miteinander verglichen. Für unsere Reise habe ich mich letztlich für die Fähre von Dünkirchen nach Dover entschieden.
Welche Variante für dich die beste ist, hängt vor allem davon ab, ob du möglichst günstig, schnell oder mit möglichst wenig Fahrstrecke nach Schottland kommen möchtest.
Ganz am Ende stelle ich außerdem noch kurz den Campingplatz in der Nähe von Dover und Dünkirchen vor, auf dem wir unsere Nacht vor der Überfahrt verbracht haben.
Fähre oder Eurotunnel: So kommst du mit dem Camper nach Schottland
Vorteil: sehr kurze Überfahrt Nachteil: meist teurer als die Fähre
Du planst gerade eine komplette Schottlandreise? In meinem großen Schottland-Roadtrip findest du unsere Route, Highlights und die einzelnen Stationen der Reise:
Für unsere Schottlandreise habe ich mich für die Fähre nach Dover entschieden. Wir sind von Dünkirchen aus gefahren, weil die Verbindung bei unserem Preisvergleich etwas günstiger war. (Je nach Abfahrtszeit ist mal Calais und mal Dünkirchen etwas günstiger. Da die beiden Orte so dicht beieinanderliegen, macht der Abfahrtsort letztlich keinen großen Unterschied.) Auf dem Rückweg ging es ebenfalls von Dover zurück nach Dünkirchen.
Die Überfahrt selbst ist mit rund anderthalb Stunden angenehm kurz. Gerade wenn man mit dem Camper unterwegs ist, finde ich die Fähre außerdem deutlich entspannter als eine lange Fahrt durch den Eurotunnel: Man kann aussteigen, sich ein bisschen bewegen und hat tatsächlich das Gefühl, dass die Reise nach Großbritannien schon beginnt.
Die Preise unterscheiden sich je nach Reisetag, Uhrzeit, Fahrzeuggröße und Tarif deutlich. Deshalb würde ich die aktuellen Preise immer direkt vor der Buchung prüfen.
Wenn du die aktuellen Preise und Verbindungen vergleichen möchtest, kannst du die verschiedenen Anbieter direkt miteinander vergleichen:
Außerdem besteht die Möglichkeit ein Flexiticket zu buchen, was einen Aufpreis kostet. Vorteil hierbei ist, dass Umbuchungen kostenlos sind und man bis 72 Stunden vor und nach der Abfahrt volle Flexibilität hat – wenn man die Fähre beispielsweise verpasst, kann man einfach die nächste nehmen. Auch 3 Tage früher oder später abreisen wäre damit kein Problem. Möchte man flexibel bleiben ist es also durchaus eine Überlegung wert.
Übrigens könnte man das Ticket auch direkt am Hafen kaufen, was ich allerdings nicht empfehlen kann, da die Tickets dann erheblich teurer sind. Zudem kann es natürlich sein, dass man warten muss, weil kein Platz mehr auf der nächsten Fähre frei ist.
Fähre von Amsterdam nach Newcastle
Die zweite Möglichkeit ist die direkte Fährverbindung von Amsterdam nach Newcastle. Der große Vorteil: Newcastle liegt ca. 170 km südlich von Edinburgh – Du kommst also bereits im Norden Englands an und sparst dir einen großen Teil der Strecke durch England.
Es ist möglich die Fährfahrt über Nacht zu buchen, sodass du die lange Fahrtzeit teilweise zum Schlafen nutzen kannst. Dafür ist normalerweise eine Kabine erforderlich, wodurch diese Variante deutlich teurer werden kann als die kurze Überfahrt nach Dover.
Die höheren Fährkosten nach Newcastle muss man natürlich gegen die eingesparten Kilometer und den Dieselverbrauch rechnen. Ob sich das lohnt, hängt deshalb stark von deinem Fahrzeug, aktuellen Spritpreisen und deinen persönlichen Prioritäten ab.
Für uns war die Verbindung damals keine Option. Wenn dir allerdings möglichst wenig Fahrstrecke durch England wichtig ist, kann Newcastle eine interessante Alternative sein.
Mit dem Autozug durch den Eurotunnel
Aber nicht nur diverse Fähren führen nach Großbritannien, sondern auch der Eurotunnel. Diese Möglichkeit möchte ich dir natürlich nicht vorenthalten.
Der Eurotunnel ist allerdings kein Autozug direkt nach Schottland: Der Zug fährt von Calais nach Folkestone in England. Von dort geht es mit dem eigenen Fahrzeug weiter Richtung Norden.
Die eigentliche Zugfahrt durch den Eurotunnel dauert nur rund 35 Minuten. Dafür entfällt das typische Fährerlebnis und die Preise können höher liegen als bei einer Fährüberfahrt.
Auch hier ist eine Fahrt ohne Vorbuchung möglich, was aber mit erheblich höheren Kosten und häufig einer Wartezeit verbunden ist.
Welche Möglichkeit würde ich für Schottland wählen?
Wenn ich heute noch einmal mit dem VW-Bus nach Schottland fahren würde, wäre die Fähre nach Dover wahrscheinlich weiterhin meine erste Wahl.
Die Überfahrt ist kurz, die Auswahl an Verbindungen groß und ich mag es einfach, mit dem eigenen Fahrzeug auf der Fähre überzusetzen. Dafür nehme ich die zusätzliche Strecke durch England gerne in Kauf.
Wenn du möglichst schnell in den Norden möchtest, würde ich mir dagegen die Verbindung nach Newcastle genauer ansehen. Und wer möglichst schnell von Frankreich nach England kommen möchte und keine Fähre mag, für den ist der Eurotunnel eine interessante Alternative.
Übernachten vor der Fähre: Campingplatz bei Dünkirchen
Wenn du wie ich nicht mitten in der Nacht zum Fährterminal fahren möchtest, kann es sinnvoll sein, bereits am Vorabend in der Nähe von Dünkirchen zu übernachten.
Ich habe den Camping des Dunes in Gravelines* gewählt. Der Platz liegt nur etwa 20 Minuten vom Fährterminal in Dünkirchen entfernt und war für uns deshalb ideal.
Wir hatten dort eine eigene Parzelle mit Wasser und Strom, die komplett von einer Hecke eingefasst war. Der Platz hat außerdem direkten Zugang zum Meer (man muss allerdings schon ein paar Meter laufen) und liegt nur 20 Fahrminuten vom Fährterminal in Dünkirchen(zum Fährterminal Calais ca. 30 Minuten) entfernt. Für unsere Zwecke also perfekt.
So ging der Urlaub mit einem Spaziergang Richtung Meer los, das wir freudig begrüßt haben.
Du willst mehr von unserer Schottlandreise sehen? Hier findest du die komplette Route und alle Reiseberichte:
Schottland mit dem VW-Bus: knapp drei Wochen, rund 4.000 Kilometer und eine Rundreise entgegen dem Uhrzeigersinn. Auf dieser Seite findest du unsere komplette Route mit den wichtigsten Stationen, Fotos und weiterführenden Artikeln zu einzelnen Orten. Dazu gibt es unsere Karte mit Übernachtungsplätzen und praktische Tipps für die Planung einer Schottlandreise mit dem Camper.
Das Vanlife– und Reisefieber hat mich voll erwischt! Die Freiheit, die ich schon bei meiner ersten Tour mit VW-Bus Paul gespürt habe, war unbeschreiblich und hat mich nicht mehr losgelassen. Mittlerweile habe ich meinen 9 to 5 Job gekündigt, bin selbstständig und reise dauerhaft mit meinem Sohn. Auf Bullitour findest du Reiseberichte und Tipps rund um’s Vanlife und unsere Roadtrips.
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