Zuletzt aktualisiert: August 2026
Wer mit dem Camper nach Schottland möchte, hat mehrere Möglichkeiten: Mit der Fähre nach Dover, direkt weiter bis Newcastle oder mit dem Autozug durch den Eurotunnel nach Großbritannien.
Ich habe mir die verschiedenen Möglichkeiten für unsere Schottlandreise genauer angesehen und Kosten, Fahrzeiten und Vor- und Nachteile miteinander verglichen. Für unsere Reise habe ich mich letztlich für die Fähre von Dünkirchen nach Dover entschieden.
Welche Variante für dich die beste ist, hängt vor allem davon ab, ob du möglichst günstig, schnell oder mit möglichst wenig Fahrstrecke nach Schottland kommen möchtest.
Ganz am Ende stelle ich außerdem noch kurz den Campingplatz in der Nähe von Dover und Dünkirchen vor, auf dem wir unsere Nacht vor der Überfahrt verbracht haben.
Fähre oder Eurotunnel: So kommst du mit dem Camper nach Schottland
🚢 Fähre Dünkirchen/Calais → Dover
Vorteil: kurze Überfahrt, viele Verbindungen
Nachteil: anschließend längere Fahrt durch England
Vorteil: du kommst direkt im Norden Englands an
Nachteil: längere Überfahrt, meist teurer
🚆 Eurotunnel Calais → Folkestone
Vorteil: sehr kurze Überfahrt
Nachteil: meist teurer als die Fähre
Du planst gerade eine komplette Schottlandreise?
In meinem großen Schottland-Roadtrip findest du unsere Route, Highlights und die einzelnen Stationen der Reise:
→ Schottland mit dem VW-Bus: Unsere Route & Highlights

Fähre von Frankreich nach England
Für unsere Schottlandreise habe ich mich für die Fähre nach Dover entschieden. Wir sind von Dünkirchen aus gefahren, weil die Verbindung bei unserem Preisvergleich etwas günstiger war. (Je nach Abfahrtszeit ist mal Calais und mal Dünkirchen etwas günstiger. Da die beiden Orte so dicht beieinanderliegen, macht der Abfahrtsort letztlich keinen großen Unterschied.) Auf dem Rückweg ging es ebenfalls von Dover zurück nach Dünkirchen.
Die Überfahrt selbst ist mit rund anderthalb Stunden angenehm kurz. Gerade wenn man mit dem Camper unterwegs ist, finde ich die Fähre außerdem deutlich entspannter als eine lange Fahrt durch den Eurotunnel: Man kann aussteigen, sich ein bisschen bewegen und hat tatsächlich das Gefühl, dass die Reise nach Großbritannien schon beginnt.
Die Preise unterscheiden sich je nach Reisetag, Uhrzeit, Fahrzeuggröße und Tarif deutlich. Deshalb würde ich die aktuellen Preise immer direkt vor der Buchung prüfen.
Wenn du die aktuellen Preise und Verbindungen vergleichen möchtest, kannst du die verschiedenen Anbieter direkt miteinander vergleichen:
→ Fähren nach Dover vergleichen und buchen*



Lohnt sich ein Flexiticket?
Außerdem besteht die Möglichkeit ein Flexiticket zu buchen, was einen Aufpreis kostet. Vorteil hierbei ist, dass Umbuchungen kostenlos sind und man bis 72 Stunden vor und nach der Abfahrt volle Flexibilität hat – wenn man die Fähre beispielsweise verpasst, kann man einfach die nächste nehmen. Auch 3 Tage früher oder später abreisen wäre damit kein Problem. Möchte man flexibel bleiben ist es also durchaus eine Überlegung wert.
Übrigens könnte man das Ticket auch direkt am Hafen kaufen, was ich allerdings nicht empfehlen kann, da die Tickets dann erheblich teurer sind. Zudem kann es natürlich sein, dass man warten muss, weil kein Platz mehr auf der nächsten Fähre frei ist.
Fähre von Amsterdam nach Newcastle
Die zweite Möglichkeit ist die direkte Fährverbindung von Amsterdam nach Newcastle. Der große Vorteil: Newcastle liegt ca. 170 km südlich von Edinburgh – Du kommst also bereits im Norden Englands an und sparst dir einen großen Teil der Strecke durch England.
Es ist möglich die Fährfahrt über Nacht zu buchen, sodass du die lange Fahrtzeit teilweise zum Schlafen nutzen kannst. Dafür ist normalerweise eine Kabine erforderlich, wodurch diese Variante deutlich teurer werden kann als die kurze Überfahrt nach Dover.
Die höheren Fährkosten nach Newcastle muss man natürlich gegen die eingesparten Kilometer und den Dieselverbrauch rechnen. Ob sich das lohnt, hängt deshalb stark von deinem Fahrzeug, aktuellen Spritpreisen und deinen persönlichen Prioritäten ab.
Für uns war die Verbindung damals keine Option. Wenn dir allerdings möglichst wenig Fahrstrecke durch England wichtig ist, kann Newcastle eine interessante Alternative sein.


Mit dem Autozug durch den Eurotunnel
Aber nicht nur diverse Fähren führen nach Großbritannien, sondern auch der Eurotunnel. Diese Möglichkeit möchte ich dir natürlich nicht vorenthalten.
Der Eurotunnel ist allerdings kein Autozug direkt nach Schottland: Der Zug fährt von Calais nach Folkestone in England. Von dort geht es mit dem eigenen Fahrzeug weiter Richtung Norden.
Die eigentliche Zugfahrt durch den Eurotunnel dauert nur rund 35 Minuten. Dafür entfällt das typische Fährerlebnis und die Preise können höher liegen als bei einer Fährüberfahrt.
Auch hier ist eine Fahrt ohne Vorbuchung möglich, was aber mit erheblich höheren Kosten und häufig einer Wartezeit verbunden ist.
Welche Möglichkeit würde ich für Schottland wählen?
Wenn ich heute noch einmal mit dem VW-Bus nach Schottland fahren würde, wäre die Fähre nach Dover wahrscheinlich weiterhin meine erste Wahl.
Die Überfahrt ist kurz, die Auswahl an Verbindungen groß und ich mag es einfach, mit dem eigenen Fahrzeug auf der Fähre überzusetzen. Dafür nehme ich die zusätzliche Strecke durch England gerne in Kauf.
Wenn du möglichst schnell in den Norden möchtest, würde ich mir dagegen die Verbindung nach Newcastle genauer ansehen. Und wer möglichst schnell von Frankreich nach England kommen möchte und keine Fähre mag, für den ist der Eurotunnel eine interessante Alternative.

Übernachten vor der Fähre: Campingplatz bei Dünkirchen
Wenn du wie ich nicht mitten in der Nacht zum Fährterminal fahren möchtest, kann es sinnvoll sein, bereits am Vorabend in der Nähe von Dünkirchen zu übernachten.
Ich habe den Camping des Dunes in Gravelines* gewählt. Der Platz liegt nur etwa 20 Minuten vom Fährterminal in Dünkirchen entfernt und war für uns deshalb ideal.
Wir hatten dort eine eigene Parzelle mit Wasser und Strom, die komplett von einer Hecke eingefasst war. Der Platz hat außerdem direkten Zugang zum Meer (man muss allerdings schon ein paar Meter laufen) und liegt nur 20 Fahrminuten vom Fährterminal in Dünkirchen(zum Fährterminal Calais ca. 30 Minuten) entfernt. Für unsere Zwecke also perfekt.
So ging der Urlaub mit einem Spaziergang Richtung Meer los, das wir freudig begrüßt haben.



Du willst mehr von unserer Schottlandreise sehen?
Hier findest du die komplette Route und alle Reiseberichte:
→ Schottland mit dem VW-Bus: Unsere Route & Highlights
Anja




Hallo Anja,
vielen Dank für den interessanten Beitrag.
Wir haben die Fähre Dünkirchen-Dover genommen und am Vorabend auf dem Parkplatz der Fähre übernachtet. Dort haben wir gut und ruhig übernachtet, allerdings mit einem Kastenwagen. Vom Parkplatz ist man in nur 2 Minuten beim Einchecken.
Gruss
Tenby
Hallo,
danke für deinen Kommentar und den guten Tipp! 🙂 So ist man wirklich noch viel schneller an der Fähre!
Hallo Tenby,
wie ist denn die Adresse von dem Parkplatz? Ich plane gerade unsere Reise und wir würden dort auch noch einige Stunden schlafen.
Gruß
Max
Hallo Maximilian,
wenn du in die Satellitenansicht gehst, siehst du links neben der Zufahrt zur Fähre einen Parkplatz. Der Google Code lautet: 258W+GV Loon-Plage, Frankreich (wenn man die „normale“ kopierte Adresse eingibt, kommt man leider woanders raus)
Ich denke, dass Tenby diesen meinte (Falls nicht bitte korrigieren :D)
Liebe Grüße und einen großartigen Urlaub!
Anja
Danke für deinen Reisebericht und die Vergleiche für die Überfahrt. Wir planen gerade unsere Reise und deine Berechnungen und Berichte sind eine große Hilfe!
Liebe Barbara,
das freut mich wirklich!
Ich wünsche euch eine wundervolle Reise!
Liebe Grüße, Anja
Hallo liebe Anja,
Sag mal Deine Routenplanung ist ganz toll. Wie bekommst Du das in Google Maps hin, mit diesen Symbolen etc. Kannst Du mir das bitte verraten. Ich möchte uns auch gerne so eine Karte mit all unseren Zielen für Schottland machen.
Gruss Mel
Hallo Mel,
die Symbole findest du, wenn du eine Markierung zu deiner Karte hinzufügst, dann auf „bearbeiten“ -> „Stil“ -> Dort kannst du die Farbe und das Zeichen vom Symbol ändern.
Da ich das echt schlecht erklären kann, habe ich hier mal noch einen Link für dich, wo es wirklich gut und mit vielen Screenshots erklärt wird. -> https://falubeli.com/wie-du-deine-eigene-reisekarte-mit-google-maps-erstellst-schritt-fuer-schritt-anleitung/
Ich hoffe das hilft 🙂
Liebe Grüße
Anja
Hallo Anja, eine wirklich tolle, hilfreiche Seite hast Du hier! Wir werden auch mit dem Bulli nach Schottland fahren und haben uns Dank Deines Artikels für die Fähre nach Dover entschieden.
Wie zahlst Du denn die Mautgebühren? Wollten uns eigentlich online registrieren, jedoch steige ich da nicht ganz durch. Man soll eine Registrierungsnummer angeben, ja woher bekomm ich die?
In bestimmten Shops soll man wohl auch zahlen können, weißt Du wie das abläuft?
Ja oder aber per Telefon, bin mir aber nicht sicher, ob ich dann wirklich alles verstehe.
Und wie ist das mit der Emission Charge, dachte die ist nur in London zu zahlen?
Gar nicht so einfach. Hoffe Du hast ein paar Tipps.
Liebe Grüße und vielen Dank:)
Jessica
Hallo Jessica,
vielen Dank für deinen lieben Kommentar 🙂
In Großbritannien gibt es für PKW keine Maut-Gebühren. Ausnahme ist ein kleiner Abschnitt auf der M6 & einige Tunnel – da gibt es aber vor Ort eine Mautstation. Wir sind komplett ohne Maut überall hingekommen. Es gibt allerdings eine Gebühr für LKW – vielleicht kommt da die Verwechslung her. Dich irgendwo registrieren, musst du nur, wenn du nach London fahren möchtest. Also eigentlich alles ganz easy 😀
Ich wünsche euch ganz viel Spaß auf der Insel 😀
Liebe Grüße
Anja
Hallo,
informative Webseite. Danke :).
Ich überlege mir gerade auch mit meinem VW Bulli die Fähre nach Dover zu nehmen.
Ich sehe aber, dass du den Bulli als PKW gebucht hast (was auch wesentlich günstiger ist). Allerdings gibt es auf der Webseite von Dfds auch die Kategorie Kleinbus/Transporter – was ja beim Bulli eigentlich auch der Fall ist… Allerdings ist diese Kategorie wesentlich teurer. Hattest du denn Probleme mit der PKW Kategorie beim Einchecken?
Danke 🙂
Hallo,
die gleiche Überlegung hatte ich vorher auch 😉 Ich bin dann einfach nach den Maßen gegangen und habe die größere PKW Variante gebucht (2,20m x 6m). Es gibt auch noch eine für kleinere PKW. Letztlich ist ein VW-Bus ja ein PKW.. viele fahren den schließlich auch einfach als Familienauto. Probleme beim Einchecken oder ähnliches gab es nicht.
Liebe Grüße 🙂
Anja
Hallo Anja.
Wir wollten auch gerade den Bus so buchen wie du, als PKW, haben allerdings bevor wir deinen Artikel gelesen haben bei DFDS angerufen und dort sagte man uns wir müssen einen Kleintransporter buchen ? Wir haben allerdings einen VW Bus der genau in die Maße DS größeren Pkws passt. Gab es tatsächlich keine Probleme ?
Liebe Grüße und danke für deinen Beitrag!
Viktoria
Hallo Viktoria,
bei uns gab es tatsächlich keinerlei Probleme. Ein VW-Bus passt doch auch super in die Kategorie PKW mit max. 2,20 Höhe und 6m Länge. Es gibt auf der Strecke Dover-Calais sogar noch eine größere PKW Kategorie. Ein Kleinbus geht bis zur Höhe von 4m – das hat dann auch einfach was damit zu tun auf welchem Deck man steht (bei so einem hohen Fahrzeug wahrscheinlich bei den LKWs) Aber so lang ihr kein Hochdach habt, müssten doch die PKW Maße passen.. Merkwürdig das DFDS am Telefon sagt, ihr sollt Kleintransporter buchen..
Liebe Grüße und gute Reise!
PS: Du kannst dich ja nochmal melden und erzählen wie ihr das ganze letztlich gemacht habt. Würde mich freuen 🙂
Liebe Anja, ganz lieben Dank für deine schnelle Antwort:-) wir haben jetzt gepackt und fahren heute Nacht einfach mal los. Ich fand die Aussage am Telefon auch merkwürdig, denn wir passen total in die Maße des Pkw (groß). Wir melden uns dann hoffentlich aber schon von der Insel 😀
Liebe Grüße
Viktoria
Hallo Anja,
wirklich gute Seite. Wir wollen dieses Jahr mit unserem Bulli das erste Mal nach Schottland fahren. Danke für die tollen Infos.
Gruß Ralph
Hallo Anja!
Ich bin auch ganz begeistert von Deinem Blogbeitrag! Sieht alles super aus! Eine Frage habe ich noch: wie viele Kilometer seid ihr ca. am Tag gefahren? Wie lief das mit Deinem Kind?
Wir werden im August/September mit unseren beiden Kindern in Schottland sein und ich frage mich gerade, wie viele Kilometer ich uns zumuten kann/möchte.
Hast Du da einen Tipp?
Ich danke Dir!
Janine
Hallo Janine,
vielen Dank! 🙂 Das kommt natürlich ganz auf die Kinder an. Mein Sohn ist da echt unproblematisch. Die ersten Tage – also bis wir dann in Schottland waren – sind wir recht viel gefahren. Anschließend war es dann wirklich unterschiedlich – mal nur eine Stunde, mal 3 Stunden. Aber das tolle an so einem Camper-Urlaub ist ja, dass man super flexibel ist und kurzfristig entscheiden kann, wie lang oder kurz (oder gar nicht) man fährt.
Ich wünsche euch auf jeden Fall einen super tollen Urlaub!
Das ist wirklich eine ganz tolle informative Seite, plane heuer noch so ab 18. September nach Schottland zu fahren, evt. bis Ende Oktober. Mal sehen ob es klappt, danke schon mal für die tollen Infos, sind sehr nützlich.
Erika
Hallo Erika,
vielen lieben Dank!
Viel Spaß euch in Schottland!!
Anja