Zuletzt aktualisiert: April 2026
Warum die Grillfrage im Bulli kein Klacks ist
Du kennst es: Im VW-Bus zählt quasi jeder Zentimeter. Und jeder, der schon mal versucht hat, Klamotten, Lebensmittel, Campingstühle, Schlafzeug UND einen Grill in einen T6 zu stopfen, weiß: Stauraum ist im Bulli eine verflixt harte Währung.
Zu richtigem Camping-Feeling und gemütlichen Abenden gehört irgendwie aber ein Grill, oder? Es nützt also nix – einer muss mit. 😛 Aber welcher?
In diesem Vergleich stelle ich dir 5 Grills vor, die ich tatsächlich im Bus oder unterwegs getestet habe: vom flachen Steckgrill bis zum Komfort-Gasgrill. Am Ende weißt du, welcher zu deinem Setup, deinem Reisestil, deinem Grillanspruch und deinem Stauraum passt.
Los geht’s!
Worauf es bei einem Grill für den VW-Bus wirklich ankommt
Bevor wir uns die einzelnen Grills anschauen, lohnt es sich, kurz darüber nachzudenken, was ein Grill für den Bulli eigentlich können muss. Denn die Anforderungen sind andere als beim klassischen Garten-Grill.
Packmaß und Stauraum
Das ist der wichtigste Punkt. Wo soll der Grill hin? Unter die Sitzbank? In den Kofferraum? In die Küchenzeile? Ein Grill, der nur 2 Zentimeter zu groß ist und deswegen nicht reinpasst, nützt dir nichts, weil er am Ende wahrscheinlich zu Hause bleibt.
Gewicht
Ein Bulli ist schnell überladen. Klingt erst mal banal, aber wenn du dir den Grill, eine Gasflasche und einen Sack Kohle dazudenkst, kommen da gerne mal 8–10 Kilo zusammen. Bei einem Steckgrill von 3 Kilo eben nicht.
Aufbauzeit
Mal ehrlich: Wer hat nach einem langen Fahrtag noch Lust, 20 Minuten an einem Grill rumzuschrauben? Ich nicht. Je schneller, desto besser. Und meine Erfahrung sagt: Wenn die Vorbereitung zu lang dauert, hat man da irgendwann keine Lust mehr drauf und lässt es ganz.
Brennstoff: Gas, Kohle oder Hybrid?
Da gibt’s einen eigenen Abschnitt zu (siehe unten). Kurz vorab: Beides hat seine Daseinsberechtigung. Aber Achtung, auf vielen Campingplätzen ist Holzkohle mittlerweile verboten. Da bist du mit Gas auf der sicheren Seite.
Grillfläche vs. Personenzahl
Für 2 Personen reicht eine Mini-Grillfläche locker. Wer zu viert reist, sollte schon ein bisschen mehr Platz auf dem Rost haben, sonst dauert’s ewig, alle satt zu bekommen.
Reinigung
Egal, ob im VW-Bus oder nicht. Wenn ein Grill ewig sauber gemacht werden muss, nervt das einfach nur. Außerdem ist Wasser meist knapp.
Gas oder Kohle? Die Grundsatzfrage vor dem Kauf
Bevor du dich für ein konkretes Modell entscheidest, lohnt es sich, diese Frage zu klären.

Gas – die Vorteile
- Sofort einsatzbereit, kein Vorglühen
- Sauber (keine Asche, kein Ruß)
- Auf den meisten Campingplätzen erlaubt
- Temperatur lässt sich regeln
Kohle – die Vorteile
- Der Geschmack…!!!
- Kein Kartuschen-Geraffel (Aber dafür brauchst du Holzkohle)
- Oft günstiger in der Anschaffung
- Es ist halt schon gemütlicher
Wichtig: Das Kohle-Problem
Auf immer mehr Campingplätzen ist Holzkohle aus Brand- und Geruchsschutzgründen verboten. Vor allem in Trockenperioden. Wer also flexibel sein will und gerne unterschiedliche Plätze ansteuert, fährt mit Gas meist besser. Kohle-Fans sollten vorher kurz auf der Platz-Webseite schauen oder anrufen, sonst steht der schöne Grill nutzlos im Bus.
Mein Tipp: Wenn du nicht weißt, was du willst, nimm Gas. Wenn dir der Geschmack heilig ist, nimm Kohle. Und wenn du dich gar nicht entscheiden willst: Es gibt mittlerweile richtig clevere Hybrid-Lösungen, die beides können (Spoiler: zwei davon kommen gleich im Vergleich 😉).
Die 5 besten Grills für den VW-Bus im Vergleich
1. SKOTTI Grill – Der ultrakompakte Baukasten
Fast schon ein Klassiker in der Campervan-Szene.


Kurzfazit: Der wahrscheinlich flachste Grill, den du für den Bulli kaufen kannst. Zerlegt passt er in jede Ritze. (musst ihn dann nur wiederfinden :p)
Eckdaten:
- Packmaß: 45 x 30 x 3,5 cm
- Gewicht: 3,3 kg inkl. Tasche
- Brennstoff: Holzkohle UND Gas
- Grillfläche: ca. 30,4 x 21 cm
- Preis: ca. 169 €
Was mir gefällt:
- Zerlegt extrem flach und in praktischer Tasche
- Robust und langlebig (Edelstahl)
- schneller Aufbau
- Mega flexibel: Du entscheidest je nach Stellplatz, ob Gas oder Kohle
Was nicht so toll ist:
- Grillfläche eher für 2 Personen ausgelegt
- Der Preis haut schon rein, für so einen kleinen Grill
Für wen ideal? Für Minimalisten, die Wert auf gutes Design und Qualität legen und den Grill am liebsten gar nicht im Bus bemerken wollen. Und für alle, die sich nicht zwischen Gas und Kohle entscheiden wollen.
2. Little Bro Mobiler Steckgrill (Big Al’s BBQ)
Kurzfazit: Ähnliches Steckprinzip wie der SKOTTI, aber etwas anders konstruiert – und für mich gefühlt der etwas „rustikalere“ Bruder.

Eckdaten:
- zerlegt ebenfalls erstaunlich kompakt (genaue Maße nicht angegeben)
- Gewicht: 3kg
- Brennstoff: Holzkohle UND Gas
- Grillfläche: ca. 30,5 x 22 cm
- Preis: ca. 110 €
Was mir gefällt:
- Stabil und wertig verarbeitet (Edelstahl)
- Der Preis überzeugt!
- Direkt vom kleinen Hersteller (Big Al’s) – nettes Detail, wenn dir Support für kleine Marken wichtig ist
- höhere Maximal-Leistung als der SKOTTI (3,5 kW vs 2,5 kW)
- Spülmaschinenfest
- Auch hier: Du kannst zwischen Gas und Kohle wechseln
Was nicht so toll ist:
- da fällt mir momentan nichts ein – ich teste weiter und ergänze hier bei Bedarf
Für wen ideal? Für alle, die ein Steckgrill-Konzept lieben, gerne kleinere Marken unterstützen und ein top Preis-/Leistungsverhältnis schätzen.
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3. Weber Go-Anywhere – Der bewährte Klassiker
Kurzfazit: Ein Klassiker, mit ordentlich Platz auf der Grillplatz und in 2 Varianten (Gas, Kohle) verfügbar.


Eckdaten:
- Maße: 31 x 53,4 x 36,9 cm (mit ausgeklappten Beinen)
- Gewicht: 7,22 kg
- Brennstoff: Wahlweise Gas ODER Holzkohle (zwei Modelle!)
- Grillfläche: 42 x 26 cm
- Preis: ca. 149 € (Gas) / ca. 119 € (Kohle)
Was mir gefällt:
- Robust, stabil, langlebig, einfach Weber-Qualität (Edelstahl / Porzellanemaillierter Deckel und Kessel)
- Deutlich größere Grillfläche als die Steckgrills
- Deckel, für perfekte Grillergebnisse
- Klappbare Beine, der Deckel wird zum Tragegriff
Was nicht so toll ist:
- deutlich schwerer und sperriger als die Steckgrills
- Im Bulli braucht er einen festen Stauplatz. Wir hatten ihn anfangs im Kofferraum, aber mit der Zeit brauchten wir mehr Platz für anderen Kram und er konnte leider nicht mehr mit. (Grillen war wirklich toll damit!)
- Reinigung etwas aufwendiger
Für wen ideal? Für Camper, die regelmäßig grillen, gern für mehrere Leute kochen und ausreichend Stauplatz im Bus haben.
Tipp: Die Gasvariante ist im Bulli-Alltag praktischer. (Hatten wir)
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4. Burnhard Jones – Der Komfort-Gasgrill
Kurzfazit: Für Profis! Wenn du Gas willst und auf Komfort stehst , dann ist das dein Grill.
Eckdaten:
- Maße gefaltet: ca. 43 x 32 x 5 cm
- Gewicht: 7,3 kg
- Brennstoff: Gas (Kartusche)
- Grillfläche: 38 x 28 cm
- Preis: ca. 249 €
Was mir gefällt:
- Hochwertige Verarbeitung, super robust und stabil (V2A Edelstahl)
- 2 (!) Brenner
- Dank Deckel bis zu 500 °C, also grillen wie die Profis!
- Für die Größe, super klein zusammenklappbar
- schnell aufgebaut
- Spülmaschinenfest
- Gasflaschenadapter erhältlich
Was nicht so toll ist:
- Schwerer als die Steckgrills (dafür natürlich robuster und mehr Grillfläche)
Für wen ideal? Für alle, die auch unterwegs nicht auf Komfort und den perfekten Grill verzichten möchten.
5. COBB Deluxe – Der Allrounder für alle, die mehr wollen
Kurzfazit: Kein klassischer Grill, sondern dank umfangreichem Zubehör ein kleiner Tausendsassa: grillen, backen, schmoren – es gibt sogar einen Pizzastein dafür!


Eckdaten (Grundgerät):
- Maße: 40x37x28 cm, inklusive Deckel
- Gewicht: 6,9 kg
- Brennstoff: Wahlweise Cobb-Briketts (bzw. Holzkohle) ODER Gas (es gibt zwei Modelle!)
- Grillfläche: Durchmesser 32 cm
- Preis: ca. 235 € (Gas) / ca. 200 € (Kohle)
Was mir gefällt:
- Sehr vielseitig.. du kannst damit sogar Brot und PIZZA backen!
- Bleibt außen kühl
- Energieeffizient (Briketts-Version), ein paar Briketts reichen für Stunden
- auch hier: gebürsteter Edelstahl
Was nicht so toll ist:
- Für meinen VW-Bus ehrlich gesagt zu groß
- Bei der Briketts-Version brauchst du am besten die speziellen Cobb-Briketts (oder musst mit Kohle improvisieren)
- Für die coolen Zusatzfunktionen braucht es extra Zubehör -> insgesamt sehr hoher Preis.
Für wen ideal? Für Camper mit etwas mehr Platz, die nicht nur grillen, sondern auch backen, kochen und schmoren wollen.
Ehrlich gesagt: Ich hab den Cobb hier mit reingenommen, weil er einfach ein super Gerät ist, aber für unseren Lebensstil ist er zu sperrig. Wenn du allerdings einen größeren Camper fährst oder einfach noch etwas mehr Platz übrig hast als wir, ist der Cobb eine spannende Alternative zum klassischen Grill.
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Vergleichstabelle: Alle 5 Grills auf einen Blick
| Modell | Brennstoff | Gewicht | Packmaß | Grillfläche | Preis ca. | Link |
|---|---|---|---|---|---|---|
| SKOTTI | Kohle + Gas | 3,3 kg | 45 x 30 x 3,5 cm | 30,4 x 21 cm | 169 € | Ansehen* |
| Little Bro | Kohle + Gas | 3 kg | geschätzt 45 x 30 x 4 cm | 30,5 x 22 cm | 110 € | Ansehen* |
| Weber Go-Anywhere | Gas oder Kohle (2 Geräte) | 7,22 kg | 60 x 32 x 22 cm | 42 x 26 cm | 149 € (Gas) | Ansehen* |
| Burnhard Jones | Gas | 7,3 kg | 43 x 32 x 5 cm | 38 x 28 cm | 249 € | Ansehen* |
| COBB Deluxe | Briketts oder Gas (2 Geräte) | 6,9 kg | 40 x 37 x 28 cm | Ø 32 cm | 235 € | Ansehen* |
Meine Empfehlung je nach Camper-Typ
Den einen perfekten Grill gibt’s nicht – sondern den, der zu DIR passt. Hier meine ehrlichen Empfehlungen:
Für Minimalisten, die auf Marke stehen: SKOTTI Grill
Wenn jeder Zentimeter zählt und du flexibel zwischen Kohle und Gas wechseln willst, kauf den SKOTTI und vergiss, dass du einen Grill dabei hast.
Für Steckgrill-Fans, die’s günstiger mögen: Little Bro
Noch etwas leichter, fast die gleiche Grillfläche, aber deutlich günstiger.
Für Pärchen oder Familien mit Komfortwunsch und überschaubarem Platz: Burnhard Jones
Größere Grillfläche als die kleinen Steckgrills, lässt sich aber ähnlich flach zusammenpacken (kommt sogar mit einer ähnlichen Transporttasche). Perfekt für entspannte Abende, wenn du wirklich nur Gas willst und auf maximalen Komfort stehst.
Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis: Weber Go-Anywhere
Der Klassiker hält ewig, kann viel und hat mittlerweile ein top Preis-/Leistungsverhältnis . Ein bisschen größer, aber dafür universeller.
Für die, die mehr als nur grillen wollen: COBB Deluxe
Achtung: Eher für größere Camper. Aber wenn du backen, kochen und schmoren willst ist er top.
Mein persönlicher Favorit für meinen VW-Bus: Der Burnhard Jones (Mein Sohn liebt auch das Zubehör, das dabei ist) und für die kleine Grillung zwischendurch empfehle ich den Little Bro.
Häufige Fragen rund ums Grillen im VW-Bus
Darf ich auf jedem Campingplatz mit Kohle grillen?
Nein, leider nicht. Immer mehr Plätze verbieten Holzkohle aus Brandschutz- und Geruchsgründen – besonders in Trockenperioden. Mit einem Gasgrill bist du fast immer auf der sicheren Seite. Im Zweifel: vorher anrufen oder auf der Webseite des Platzes nachschauen.
Kann ich im Bus oder im Aufstelldach grillen?
Bitte auf gar keinen Fall. 🙏 Die hier vorgestellten Grills sind ausschließlich für den Einsatz an der frischen Luft geeignet!
Wie reinige ich den Grill mit wenig Wasser?
Mein Trick: Direkt nach dem Grillen, wenn der Rost noch warm ist, mit einer Grillbürste oder zerknülltem Alu groben Schmutz abreiben. Den Rest übernimmt am nächsten Tag die Sonne und ein feuchter Lappen. So sparst du dir das Einweichen.
Lohnt sich ein teurer Grill für gelegentliche Camper?
Ehrliche Antwort: Wenn du Hobbygriller und im VW-Bus unterwegs bist, reicht ein günstiger Steckgrill völlig. Wer dagegen viele Wochen im Jahr im Camper verbringt und mehr als 2 Personen versorgen möchte, ist mit einem der größeren Modelle besser beraten (Vorausgesetzt der Platz passt) Vorteil der größeren Varianten: Die kannst du natürlich auch super bei dir im Garten nutzen. Für den Balkon wiederum tut es auch ein kleiner Steckgrill. Du siehst, die Entscheidung ist wirklich nicht leicht. 🤣
Fazit: Welcher Grill darf mit in den Bus?
Den einen perfekten Camping-Grill für den VW-Bus gibt’s nicht, aber für jeden Reisestil und jede Familienkonstellation das passende Modell. Wer Stauraum sparen will, greift zum Steckgrill (SKOTTI oder Little Bro). Wer Komfort liebt und / oder mehrere hungrige Insassen hat, fährt mit dem Burnhard Jones am besten. Der Weber bleibt der ehrliche Allrounder (leider nicht so schön platzsparend zu verstauen) und der Cobb ist für die Genießer mit etwas mehr Platz.
Wichtig ist nur: Probier ihn vorher zu Hause aus. Nichts ist nerviger, als am ersten Abend im Urlaub festzustellen, dass irgendwas fehlt oder klemmt.
👉 Meine klaren Favoriten für den Bulli sind LITTLE BRO (Hier kannst du ihn dir ansehen*) und der BURNHARD JONES (hier ansehen*)
Du hast Fragen zu einem der Grills oder selbst einen Geheimtipp, der hier fehlt? Dann schreib mir gern in die Kommentare. Ich freu mich drauf! 🙂






